Pansinusoperation

Medizinischer Hintergrund
(Operation an der Strinhöhle, Siebbein- und Keilbeinhöhle endonasal)

Die Nasennebenhöhlen sind ein komplex zusammenhängendes System von Höhlen und Gängen, die untereinander verbunden sind. Sollte es innerhalb dieses Systems zu anatomischen Fehlbildungen oder Verengungen durch Polypen, Tumoren oder anderen Gewebsneubildungen gekommen sein, bildet sich eine chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen, die nur operativ saniert werden kann. Es sollte aber in jedem Fall vor einem operativen Eingriff konservativ versucht werden, die jeweiligen Erkrankungen zur Ausheilung zu bringen. Dabei werden je nach Ausprägungsgrad des Krankheitsbildes Antibiotika, Nasentropfen, entzündungshemmende Präparate, ggfs. Cortison-Nasenspray (wird nicht vom Körper aufgenommen) eingesetzt.



Erst bei Erfolglosigkeit dieser Maßnahmen sollte der Eingriff durchgeführt werden. Es werden dabei endoskopisch/mikroskopisch die entsprechenden krankhaften Areale vorsichtig saniert. Es kann dabei zu Blutungen kommen, die jedoch durch sofortige Verödung der Blutgefäße zum Stillstand gebracht werden. Neben einer Nachblutung oder Infektion kann es, in seltenen Fällen, zu einer Sekretstauung, Blutergußbildung am Auge, einer Geruchsstörung oder Entzündung durch Wundsekretstauung kommen. In extrem seltenen Fällen kann es bei entsprechender Lokalisation des Krankheitsbildes zu Hirnhautverletzung mit Hirnwasserfluß bis hin zu Sehstörungen kommen. Diese Risiken sind allerdings, aufgrund der Einführung der minimalinvasiv endoskopisch/mikroskopischen Chirurgie, extrem selten.