Minimalinvasive endoskopische Chirurgie

Dank der Endoskopie ist es heute möglich, radikale Operationen im Bereich der Nasennebenhöhlen zu vermeiden. Es werden heute vielfach Operationen und unnötige, großräumige Eingriffe vermieden. Es muss ausdrücklich betont werden, dass vor jedem operativen Eingriff eine ausgiebige Diagnostik steht, die es primär zum Ziel hat, unnötige Eingriffe zu vermeiden. Sollte dennoch ein operativer Eingriff notwendig sein, so kann mit einem, meist nur kurz dauernden, gezielten Eingriff, das erkrankte Nasennebenhöhlenareal saniert werden und die natürlichen, anatomischen Randmarken respektiert und belassen werden. Ziel dieses operativen Vorgehens soll das Belassen der natürlichen Drainage- und Ventilationswege sein, damit die wichtige Funktion der Nase nicht eingeschränkt wird.


Sickerblutungen können gut mit dem Sauger kontrolliert werden


Es hat sich jedoch, aufgrund der Erfahrung in den letzten Jahren bewährt, dass das Verfahren in Vollnarkose durchgeführt wird und nicht, wie ursprünglich empfohlen, in Lokalanästhesie. Hirnwasserfluss und Verletzungen der Sehnerven und Augenhöhle werden dadurch, verständlicherweise, deutlich minimiert, wenngleich diese Nebenwirkungen des Operationsverfahrens in diesen Bereichen (Siebbein-, Keilbeinhöhle) nicht gänzlich auszuräumen sind.

Erst nach einer fehlgeschlagenen medikamentösen Therapie sollte sich für den 2. Schritt entschieden werden, wobei nicht selten, auch der subjektive Leidensdruck des Patienten mitbestimmend für eine Operation ist (insbesondere bei der Septumchirurgie).


Spritzende Gefäße können mit Adrenalineinlagen gestoppt oder koaguliert werden;
Spitze einer bipolaren Saugkoagulationspinzette; Blick in Keilbeinhöhle nach Koagulation


Weitere Ausführungen würden den Rahmen dieser Darstellung sprengen und ich darf Sie deshalb bitten, einen Sprechstundentermin mündlich zu vereinbaren, damit wir speziell das weitere Vorgehen Ihrer Problematik besprechen können. Weitere Erklärungen und Ausführungen zur diagnostischen Nasenendoskopie, der operativen Technik, den erweiterten Behandlungsmethoden, der Septumchirurgie, der Siebbeinchirurgie, u. a. können dann ebenfalls besprochen werden.